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Bildgestaltung: Wie man ein profiPhoto macht – Teil 1

Wie kann ein Foto die Grenze eines alltäglichen Amateur-Schnappschusses überschreiten und zu einem anregendem Fotografischen Meisterwerk werden? Das passiert nur selten über Nacht …

Es gibt viele Kompositionstechniken die das Foto zu etwas besonderem machen. Einige gute Fotografe und Künstler scheinen mit einem Verständnis für gute Kompositionen gesegnet zu sein, während viele andere diese Techniken gelernt und gemeistert haben. Fast jeder kann einfache Kompositionsregeln erlernen und mit genug Übung werden diese dann auch in deinen Fotografien wiedergespiegelt.

Linien

LinienVon den sechs Elementen des Designs – Linie, Umriss, Form, Textur, Muster und Farbe – sind Linien die deutlichsten. Sie bilden den Kern der andern Bausteine des Designs. Linien sieht man im den Alltag aber du hast wahrscheinlich nie aufgepasst um die zu analysieren.

Diagonale Linien erwecken Gefühle von Bewegung und Aktivität. In einem Foto können sie das Auge ins oder aus dem Bild führen. Sie können Geschwindigkeit aber auch Ruhe signalisieren. Schau dir doch mal ein paar deiner geschossen Fotos an und schau ob du die Elemente Linie findest. Achte auf die Emotionen die diese Linien bei dir hervorrufen. Ein erfolgreiches Foto ruft "immer" eine Stimmung in dem Betrachter hervor und als Fotograf ist es deine Aufgabe das Gefühl das du hattest als du das Foto "gesehen" hast dem Betrachter nahe zu bringen.

Tipp: Die diagonale Linie, wenn sie in dein Foto miteinbezogen ist, wird immer lebendige Frische in das sonst so starre Bild hauchen.

In der Natur finden wir einen Überfluss von gekrümmten Linien. Denk an deine Gefühle wenn du Wellen am Strand siehst, einen sich windenden Fluss, die weiten Berge auf dem Lande oder Sanddünen. Jede Szene erweckt eine Emotion in uns die auf unsere vergangenen Lebenserfahrungen zurückgeht.

Curvy RoadEine windende Straße zum Beispiel erweckt eine entspannte, sorglose Stimmung. Die scharfen Kurven sorgen für Entspannung beim Betrachter, aber zugleich fragt er sich das Unterbewusstsein wohin die Straße wohl führen mag.

Zackenlinien können gefährlich, gewaltvoll, chaotisch und bedrohlich wirken. Beispiele aus der Natur sind Bergspitzen, Felsklippen oder Blitze. Wer hat nicht schon einmal die Schönheit einer dieser Phänomene bewundert und zugleich die innewohnende Gefahr gespürt?

Aufgabe

Wenn du bei dieser fortführenden Serie mit Bildgestaltungartikeln mitmachen willst, hab ich eine kleine Herausforderung für dich. Geh raus und schieß 10-30 Fotos mit dem Thema Linie im Hinterkopf. Suche überall nach Linien: gerade, diagonal, gekrümmt, gezackt; du wirst sie sicher finden. Überleg dir genau was es ist dass dich bei jedem Foto so anspricht. Die zusammenlaufenden Linien von Eisenbahnschienen zum Beispiel können ein Gefühl der Stärke, des Staunens, eines Rätsels oder etwas ähnlichem hinterlassen. Das Wichtige ist die Emotion die du bei einem Foto fühlst genau zu prüfen und zu versuchen den Winkel, die Position oder die Sicht zu finden die dein Gefühl in dem Foto am besten rüberbringt.

Führt wohinDann nimm die besten 2 oder 3 Fotos und lade sie auf diese Seite hoch* (Das Hochladen wird innerhalb einer Woche möglich sein). Wenn du willst schreib die Gefühle die die Linien in dem Foto bei dir hervorrufen dazu.Wenn du erfolgreich bist werden auch andere diese Emotionen spüren. Die besten Fotos werden in eine Flashgalerie gestellt und als permanente Kollektion auf dieser Seite veröffentlicht.

Gratulation, du bist auf dem Weg ein besserer Fotograf zu werden!

*Alle hochgeladenen Fotos werden nur als Anhänge für diese Seite verwendet und werden für keine anderen Zwecke verwendet. Wenn du deine Fotos hochlädst behältst du alle Copyright Rechte für deine Fotografischen Werke.

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3 Kommentare zu Bildgestaltung: Wie man ein profiPhoto macht – Teil 1

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